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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

463 Artikel gefunden

Einkommensteuer

Arbeitgeber: Behandlung von unentgeltlichen oder verbilligten Mahlzeiten ab 2026

Das BMF hat die amtlichen Sachbezugswerte für arbeitstäglich gewährte Mahlzeiten ab 2026 bekannt gegeben. Werden Arbeitnehmern Frühstück oder Mittag-/Abendessen unentgeltlich oder verbilligt zur Verfügung gestellt, sind diese Vorteile lohnsteuerlich mit den festgelegten Pauschalwerten anzusetzen. Für 2026 beträgt der Wert 2,37 EUR für ein Frühstück sowie 4,57 EUR für ein Mittag- oder Abendessen. Bei Vollverpflegung ergibt sich ein Gesamtwert von 11,50 EUR pro Tag. Die Werte sind auch bei Mahlzeiten während Auswärtstätigkeiten oder doppelter Haushaltsführung relevant, sofern der Preis 60 EUR nicht überschreitet.

01.03.2026 · 1 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Einkommensteuer

Bundesfinanzhof prüft, welche Räume als Arbeitszimmer gelten und welche Räume zusammengefasst werden

Der BFH hat in einem aktuellen Aussetzungsbeschluss angedeutet, dass Kosten für ein zweites häusliches Arbeitszimmer möglicherweise als Betriebsausgaben abzugsfähig sein können, wenn dieses von der unentgeltlich mitarbeitenden Ehefrau genutzt wird. Im Streitfall machte ein freiberuflicher Musiker und Betreiber von Musikschulen umfangreiche Raumkosten im Wohnhaus geltend. Finanzamt und FG erkannten jedoch nur ein begrenztes Arbeitszimmer an. Der BFH äußert nun Zweifel: Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch das Arbeitszimmer der Ehefrau Teil einer funktionellen Einheit ist und der qualitative Mittelpunkt der Tätigkeit im häuslichen Bereich liegt.

25.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Umsatzsteuer

Kassenaufzeichnungen: Bundesfinanzministerium veröffentlicht Bericht zu den Folgen des „Manipulationsschutzgesetzes“

Die seit 2016 verschärften Vorschriften zur digitalen Aufzeichnungspflicht und ordnungsgemäßen Kassenführung haben weitreichende Folgen für Unternehmen. Das Bundesfinanzministerium hat daher die Wirkung der gesetzlichen Maßnahmen evaluieren lassen. Nachdem das Bundeszentralamt für Steuern bereits 2020 einen Zwischenbericht vorgelegt hatte, liegt nun mit Stand November 2025 der Abschlussbericht vor. Untersucht wurden Zusammenspiel, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität der Kassenvorgaben. Besonders im Fokus stehen die Ergebnisse der Kassennachschauen 2023 und 2024 sowie die Verbreitung offener Ladenkassen und elektronischer Kassensysteme.

24.02.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Corona-Hilfen: Zwei Urteile des Verwaltungsgerichts Köln stellen die grundsätzliche Rechtmäßigkeit infrage

Die Rechtsprechung zu Corona-Hilfen nimmt Fahrt auf – und übt zunehmend Kritik am deutschen Fördersystem. Zwei aktuelle Urteile des Verwaltungsgerichts Köln stellen Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe als pauschalen Umsatzersatz infrage. Nach Auffassung des Gerichts verstoßen solche Förderungen gegen das EU-Beihilferecht, da unionsrechtlich nur Hilfen zur Beseitigung konkreter Liquiditätsengpässe zulässig seien. Die deutschen Regelungen prüfen jedoch keinen echten Liquiditätsengpass, sondern knüpfen allein an Umsatzeinbrüche an. Damit drohen weitreichende Konsequenzen bis hin zu Rückforderungen.

24.02.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Alle Steuerzahler: Steuerbescheide: Elektronische Bekanntgabe wird erst ab 2027 Standard

Die elektronische Bekanntgabe von Steuerbescheiden wird künftig zum Regelfall – allerdings später als ursprünglich vorgesehen. Statt ab 2026 greift die Neuregelung des § 122a AO nun erst ab 2027. Damit bleibt es im Jahr 2026 grundsätzlich noch bei der postalischen Zustellung, sofern nicht bereits eine Einwilligung zur elektronischen Bekanntgabe vorliegt. Steuerpflichtige können der elektronischen Bekanntgabe zudem weiterhin widersprechen und Bescheide per Post verlangen. Die Anpassung schafft mehr Übergangszeit für Verwaltung und Bürger, bevor die digitale Zustellung von Steuerverwaltungsakten verpflichtender Standard wird.

24.02.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Gesetzgebung

Grundsteuer: Bundesfinanzhof hält "Bundesmodell" für verfassungskonform

Der BFH hält die Bewertungsregeln des Ertragswertverfahrens im sogenannten Bundesmodell für die neue Grundsteuer ab dem 1.1.2025 für verfassungskonform. In drei Verfahren bestätigte er, dass typisierte Bodenrichtwerte und pauschalierte Nettokaltmieten grundsätzlich geeignet sind, den Grundstückswert realitätsgerecht abzubilden. Eine Vorlage an das Bundesverfassungsgericht lehnte der BFH ab. Die Entscheidungen betreffen Wohnungseigentümer in elf Bundesländern, die das Bundesmodell anwenden. Dennoch bleibt die Debatte offen: Haus & Grund sowie der Bund der Steuerzahler planen eine Verfassungsbeschwerde.

23.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Einkommensteuer

Rechtsformwahl, Rechtsformvergleich und Rechtsformwechsel bei Zahnarztpraxen

​Die Wahl der passenden Rechtsform gehört zu den grundlegenden strategischen Entscheidungen bei der Führung einer Zahnarztpraxis. Sie beeinflusst nicht nur Haftung und Besteuerung, sondern auch Organisation, Liquidität und Entwicklungsmöglichkeiten der Praxis. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die gängigen Rechtsformen in der zahnärztlichen Berufsausübung, erläutert die Unterschiede zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften und zeigt typische Fallstricke sowie praktische Konsequenzen eines Rechtsformwechsels auf.

20.02.2026 · 3 Min. Lesezeit · Ärzte und Heilberufe

Sonstiges

Zum Schadenersatz wegen Datenschutzverstößen einer Finanzbehörde

Der BFH hat erstmals klargestellt, unter welchen Voraussetzungen Steuerpflichtige Schadenersatz nach Art. 82 DSGVO wegen Datenschutzverstößen durch Finanzbehörden geltend machen können. Im entschiedenen Fall hatte eine Steuerpflichtige direkt beim Finanzgericht geklagt, ohne zuvor einen Anspruch beim Finanzamt einzureichen. Der BFH bestätigte die Klageabweisung: Ohne vorherige außergerichtliche Geltendmachung fehlt es an der erforderlichen Beschwerde, sodass die Klage unzulässig ist. Betroffene müssen dem Finanzamt zunächst Gelegenheit geben, den Schadenersatzanspruch zu prüfen und zu entscheiden – auch eine spätere Klageerweiterung ist nicht ohne Weiteres möglich.

20.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Vermieter: Werbungskosten: Aktuelles zur verbilligten Vermietung

Wer eine Immobilie verbilligt an Angehörige vermietet, muss die steuerlichen Grenzen des § 21 Abs. 2 EStG genau beachten, um den vollen Werbungskostenabzug nicht zu verlieren. Liegt die Miete unter 50 % der ortsüblichen Warmmiete, ist die Vermietung aufzuteilen – und Kosten sind nur anteilig abziehbar. Ab 66 % gilt die Überlassung vollständig als entgeltlich, sodass Werbungskosten ungekürzt angesetzt werden können. Zwischen 50 % und 66 % entscheidet eine Totalüberschussprognose. Regelmäßige Mietanpassungen sind daher wichtig, um steuerliche Nachteile zu vermeiden.

19.02.2026 · 3 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Einkommensteuer

Investition: IT-Ausstattung für Freiberufler – kaufen, mieten oder leasen?

IT-Ausstattung ist für Freiberufler unverzichtbar, aber oft teuer und schnell veraltet. Daher stellt sich regelmäßig die Frage: Kaufen, mieten oder leasen? Jede Variante hat unterschiedliche Auswirkungen auf Liquidität, Flexibilität und steuerliche Behandlung. Während Miete und Leasing meist sofort als Betriebsausgabe abziehbar sind, wirkt sich ein Kauf häufig nur über Abschreibungen aus – wobei Sonderregelungen wie die verkürzte Nutzungsdauer für Computerhardware oder Investitionsabzugsbeträge steuerlich attraktive Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Verschaffen Sie sich einen praxisnahen Überblick über die wirtschaftlichen und steuerlichen Vor- und Nachteile der drei Modelle.

17.02.2026 · 8 Min. Lesezeit · Freiberufler

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Altenteil bei der Hofübergabe: Keine Schenkung an die Ehefrau

Altenteilsleistungen sind ein zentraler Bestandteil landwirtschaftlicher Hofübergaben – und nach aktueller Rechtsprechung keine schenkungsteuerpflichtige Zuwendung. Das FG Münster hat klargestellt, dass Wohnrechte und Baraltenteile, die den übergebenden Eltern lebenslang zustehen, der Versorgung dienen und keinen frei verfügbaren Vermögensvorteil begründen. Weder das Wohnrecht noch das Baraltenteil stellen daher eine freigebige Zuwendung zwischen Ehegatten dar. Das Urteil stärkt die traditionelle Systematik der Hofübergabe und schafft wichtige Rechtssicherheit für die Praxis. Entscheidend bleibt, dass Altenteilsleistungen vertraglich klar geregelt und eindeutig zweckgebunden ausgestaltet sind.

17.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Land- und Forstwirte

Einkommensteuer

Klarstellungen zur Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 46 EStG

Bei Lohnsteuerprüfungen des Finanzamts ist es bei der Beurteilung, ob die geldwerten Vorteile aus dem vom Arbeitgeber unentgeltlich oder verbilligt zur Verfügung gestellten Ladestrom steuerfrei nach § 3 Nr. 46 EStG sind, wohl teilweise zu unterschiedlichen steuerlichen Behandlungen gekommen. Deshalb hat das BMF klargestellt, wann es mit der Steuerbefreiung klappt und wann nicht.

17.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer