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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

463 Artikel gefunden

Erbrecht

Testamentserrichtung: Dreizeugentestament: Unterschrift des Erblassers bei Schreibfähigkeit klar erforderlich

Ein Dreizeugentestament bietet nur unter engen Voraussetzungen eine wirksame Alternative zum notariellen Testament. Das OLG München hat nun klargestellt: Fehlt die Unterschrift der Erblasserin, ist das Testament unwirksam, wenn sie zum Zeitpunkt der Errichtung noch schreibfähig war. Selbst akute Lebensgefahr genügt nicht, um auf zwingende Formvorschriften zu verzichten. Zudem scheiterte das Testament daran, dass ein Notar objektiv erreichbar gewesen wäre. Die Entscheidung zeigt eindrücklich, wie hoch die Anforderungen an ein wirksames Nottestament sind und dass die Beweislast vollständig denjenigen trifft, der aus dem Testament Rechte herleitet.

13.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Steuern

Investmentfonds: Basiszins zur Berechnung der Vorabpauschale für 2026 veröffentlicht

Wer in Investmentfonds (beispielsweise ETFs = Exchange-Traded Funds) investiert, sollte zu Beginn eines Jahres für genügend Liquidität auf dem Verrechnungskonto sorgen. Denn dann wird die Vorabpauschale fällig. Das Bundesfinanzministerium hat den Basiszins zum 2.1.2026 bekannt gegeben, der für die Berechnung der Vorabpauschale für 2026 erforderlich ist.

12.02.2026 · 2 Min. Lesezeit

Grunderwerbsteuer

Erbengemeinschaft: Befreiung von der Grunderwerbsteuer bei Teilung des Nachlasses

Bei der Auseinandersetzung umfangreicher Nachlässe werden Immobilien häufig nicht direkt auf einzelne Erben übertragen, sondern in bestehende oder neu gegründete Personengesellschaften eingebracht. Der BFH hat nun klargestellt, dass solche Teilerbauseinandersetzungen grundsätzlich von der Grunderwerbsteuer befreit sein können. Entscheidend ist, dass die Übertragung tatsächlich zur Teilung des Nachlasses erfolgt und die beteiligten Erben auch an der aufnehmenden Personengesellschaft beteiligt sind. Allerdings ist Vorsicht geboten: Mindert sich der Anteil eines Miterben innerhalb der gesetzlichen Frist, entfällt die Steuerbefreiung anteilig.

12.02.2026 · 5 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Einkommensteuer

Veräußerungsgewinn: Erbengemeinschaft veräußert Betrieb – Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG?

Wird ein Betrieb vererbt und anschließend von den Erben verkauft, stellt sich häufig die Frage, ob der Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG genutzt werden kann. Entscheidend ist: Nicht der Erblasser, sondern der Veräußerer muss die Voraussetzungen persönlich erfüllen – insbesondere die Altersgrenze von 55 Jahren. Das Lebensalter des Erblassers geht nicht auf den Erben über. Gleiches gilt bei einer Veräußerung durch eine Erbengemeinschaft: Jeder Miterbe kann den Freibetrag nur beanspruchen, wenn er selbst die Tatbestandsmerkmale erfüllt. Nur bei bereits zu Lebzeiten bindend abgeschlossenen Kaufverträgen kann ausnahmsweise der Erblasser maßgeblich sein.

11.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Ehrenamt: Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale: Das sind die Regeln seit 01.01.2026

Ehrenamtliches Engagement wird auch 2026 steuerlich gefördert: Zum 01.01.2026 wurden sowohl die Ehrenamts- als auch die Übungsleiterpauschale angehoben. Damit können Vergütungen für nebenberufliche Tätigkeiten im gemeinnützigen Bereich in höherem Umfang steuer- und sozialversicherungsfrei gezahlt werden. Die neuen Beträge eröffnen Vereinen, Stiftungen und anderen gemeinnützigen Organisationen zusätzliche Gestaltungsspielräume – auch in Kombination mit Minijobs.

10.02.2026 · 4 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Arbeitsrecht

Betriebliche Altersversorgung: Betriebsrentenstärkungsgesetz 2.0: Das sind die wesentlichen Änderungen in der bAV

Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz 2.0 (BRSG 2.0) sollen betriebliche Altersversorgung und insbesondere Sozialpartnermodelle (SPM) deutlich stärker verbreitet werden. Das Gesetz erleichtert den Zugang zu SPM, erweitert Opting-out-Möglichkeiten, erhöht Abfindungsgrenzen und erlaubt flexiblere Leistungsformen, etwa Kapitalratenzahlungen durch Pensionsfonds. Zudem wird die vorzeitige Inanspruchnahme der bAV auch bei Teilrentenbezug ermöglicht. Ab 2027 profitieren Geringverdiener von höheren Förderbeträgen und dynamisierten Einkommensgrenzen. Weitere Änderungen betreffen Pensionskassen, Wertguthaben und entgeltlose Zeiten. 2027 soll überprüft werden, ob die Reformen tatsächlich zu einer höheren bAV-Verbreitung geführt haben.

09.02.2026 · 6 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Umsatzsteuer

Mit der 0,25-Prozent-Besteuerung für Elektro-Dienstwagen effektiv Steuern sparen

Die Bundesregierung setzt auch im Jahr 2026 weiterhin gezielte steuerliche Anreize zur Förderung der Elektromobilität. Insbesondere im Bereich der betrieblichen Mobilität bestehen für Elektro-Dienstwagen nach wie vor erhebliche steuerliche Vorteile. Maßgeblich sind hierbei vor allem die angehobene Preisgrenze sowie die weiterhin geltende sogenannte 0,25-Prozent-Regelung, die vollelektrische Fahrzeuge gegenüber konventionellen Antrieben deutlich begünstigt.

09.02.2026 · 3 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Umsatzsteuer

Anschaffung eines Skidders zum Holzrücken wird für Landwirt zu Steuerfalle

Ein Landwirt übte neben seinem landwirtschaftlichen Hauptbetrieb eine Tätigkeit als Holzrücker für staatliche Forstämter, Verbände und kommunale Auftraggeber aus. Den Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft ermittelte er nach den Durchschnittssätzen der Pauschalierung. Für die Durchführung der Holzrückearbeiten setzte er zunächst einen betrieblichen Standardschlepper ein; später schaffte er hierfür einen spezialisierten Forstschlepper an, was steuerlich relevante Konsequenzen nach sich zog.

06.02.2026 · 3 Min. Lesezeit · Land- und Forstwirte

Umsatzsteuer

Umsatzsteuerfreiheit von Schul- und Bildungsleistungen: Bundesfinanzministerium regelt Details

Die Umsatzsteuerbefreiung für Schul- und Bildungsleistungen zählt zu den anspruchsvollsten Bereichen des Umsatzsteuerrechts. Mit Wirkung ab 1.1.2025 wurde § 4 Nr. 21 UStG grundlegend neu gefasst, da nationale Vorschriften stärker an das EU-Recht angepasst wurden. Ein aktuelles BMF-Schreiben liefert hierzu einen kompakten Überblick: Es erläutert die gesetzlichen Neuregelungen, fasst die maßgebliche Rechtsprechung der vergangenen Jahre zusammen und enthält wichtige Änderungen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass. Besonders praxisrelevant sind die Übergangsregelungen, nach denen bis Ende 2027 noch abweichende Handhabungen nicht beanstandet werden.

06.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Lohnabrechnung/Arbeitgeberhaftung: Anzeigepflicht nach § 41c Abs. 4 EStG – seit 01.01.2026 zwingend elektronisch

Hat ein Arbeitgeber zu wenig Lohnsteuer einbehalten und kann der Fehlbetrag nicht mehr nachträglich vom Arbeitnehmer einbehalten werden, muss er das Finanzamt informieren, um eine Haftung nach § 42d EStG zu vermeiden. Diese Anzeigepflicht nach § 41c Abs. 4 EStG dient der Sicherung des Steueranspruchs und ermöglicht dem Finanzamt, die Lohnsteuer direkt beim Arbeitnehmer nachzufordern. Während die Anzeige bislang schriftlich erfolgen konnte, ist sie seit dem 01.01.2026 zwingend elektronisch zu übermitteln. Dafür stellt die Finanzverwaltung ein spezielles ELSTER-Formular bereit, das eine eindeutige Zuordnung zum betroffenen Arbeitnehmer ermöglicht.

06.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

GmbH & Co. KG: Wann eine Beteiligung Sonderbetriebsvermögen ist und ein Verlust geltend gemacht werden kann

In einem aktuellen Urteil hat der Bundesfinanzhof „die Latte“ zur Anerkennung einer GmbH-Beteiligung als Sonderbetriebsvermögen „hoch angesetzt“: Eine GmbH & Co. KG hielt 100 % der Anteile an einer GmbH. Der Kommanditist dieser GmbH & Co. KG hatte der GmbH ein Darlehen gegeben, das bei der GmbH & Co. KG als Sonderbetriebsvermögen des Kommanditisten ausgewiesen war.

05.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Umsatzsteuer

Wichtige Aspekte zur Soll- und Istversteuerung

Umsatzsteuer entsteht grundsätzlich im Zeitpunkt der Ausführung der Leistung. Unter gewissen Voraussetzungen können Unternehmer aber die Versteuerung im Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts wählen. Wichtige Aspekte werden nachfolgend aufgeführt

04.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Umsatzsteuerzahler