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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

104 Artikel gefunden

Einkommensteuer

Bilanzfehler lassen sich nicht immer steuerneutral korrigieren

Wer eine zu Unrecht bilanzierte Verbindlichkeit später korrigieren will, muss nach Ansicht des FG Münster beweisen, ob die Berichtigung gewinnwirksam oder gewinnneutral erfolgt. Sind die ursprünglichen Umstände nicht mehr aufklärbar, trägt der Steuerpflichtige die Feststellungslast. Der BFH prüft diese Frage nun im Revisionsverfahren IX R 8/26 endgültig.

02.10.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Umsatzsteuer

E-Rechnungen effizient verarbeiten und sicher freigeben

Unternehmen müssen E-Rechnungen seit 2025 empfangen können und müssen sie ab 2028 regelmäßig ausstellen. Für eine effiziente Verarbeitung reicht es nicht, Daten automatisiert auszulesen. Sichere Prozesse verbinden die technische Zuordnung von Belegen mit klaren Prüfungen, einer revisionssicheren Archivierung sowie dem Schutz sensibler Daten.

01.10.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Arbeits- und Sozialversicherungsrecht

Künstlersozialabgabe: Leichte Erhöhung für 2027 geplant

Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung soll 2027 wieder 5,0 % betragen. Nach der leichten Absenkung auf 4,9 % im Jahr 2026 erreicht er damit erneut das Niveau der Jahre 2023 bis 2025. Abgabepflichtig sind Unternehmen, die künstlerische oder publizistische Leistungen verwerten und deren Absatz fördern. Sie finanzieren über die Umlage einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge selbstständiger Künstler und Publizisten.

23.09.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Laden zu Hause: Neue Nachweise für betriebliche E-Autos

Unternehmer müssen beim Laden betrieblicher Elektro- und Hybridfahrzeuge zu Hause ab dem 1.8.2026 die geladene Strommenge nachweisen. Die bisherige Ladestrompauschale entfällt. Die Stromkosten lassen sich entweder mit den tatsächlichen Kosten einschließlich Grundpreis oder mit einer neuen Strompreispauschale bewerten. Für 2026 beträgt diese 0,34 EUR je kWh. Bei privater PV-Anlage darf die gesamte geladene Strommenge mit dem Strompreis des Energieversorgers angesetzt werden.

21.09.2026 · 4 Min. Lesezeit · Unternehmer

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Erbschaftsteuer: Rekordwert durch große Unternehmensübertragungen

Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer erreichte 2025 mit 21,4 Milliarden EUR einen Rekordwert. Auslöser waren vor allem große Unternehmensübertragungen. Für Betriebsvermögen können Verschonungsabschläge gelten, ihre Höhe hängt jedoch von der Vermögensstruktur und den gesetzlichen Voraussetzungen ab. Verwaltungsvermögen kann die Begünstigung mindern oder ausschließen. Bei Immobilienübertragungen bleiben Bewertung und mögliche Marktabschläge entscheidend.

18.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Betriebsverpachtung endet erst mit Verkauf der Grundstücke

Bringt ein Erbe ein verpachtetes Einzelunternehmen mit Betriebsgrundstücken in eine GmbH & Co. KG ein, erzielt die KG den Veräußerungsgewinn. Das FG Nürnberg sieht die Betriebsverpachtung erst mit dem Verkauf der wesentlichen Betriebsgrundlagen als beendet an. Ohne Aufgabeerklärung bleibt der ruhende Gewerbebetrieb bestehen. Ein steuerfreier Privatverkauf nach zehn Jahren scheidet deshalb aus.

15.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Umsatzsteuer

Umsatzsteuerbefreiung für Krankenfahrten genau prüfen

Krankenfahrten mit Taxi oder Mietwagen können umsatzsteuerfrei oder mit 7 % besteuert werden. Eine Steuerbefreiung setzt ein speziell ausgestattetes Fahrzeug und eine medizinische Notwendigkeit voraus. Für den ermäßigten Steuersatz gilt grundsätzlich die 50-km-Grenze. Bei Mietwagenfahrten ist entscheidend, dass sie zu denselben Bedingungen erfolgen, die auch für Taxiunternehmer gelten.

08.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Wahlrecht zum Arbeitszimmer ändert sich ab 2026

Für eigenbetrieblich genutzte Arbeitszimmer gelten seit 2026 neue Grenzen für die Zuordnung zum Privatvermögen. Das Wahlrecht greift jetzt, wenn die Fläche nicht mehr als 30 qm oder der Wert nicht mehr als 40.000 EUR beträgt. Wird es genutzt, sind grundstücksbezogene Aufwendungen nicht mehr abzugsfähig. Betrieblich veranlasste Kosten wie Strom und Heizkosten bleiben jedoch weiterhin abziehbar.

07.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Verfahrensrecht

Betriebsverlegung bestimmt den richtigen Gegner im AdV-Verfahren

Für einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung ist die von Anfang an örtlich zuständige Finanzbehörde der richtige Antragsgegner. Das FG Hamburg hält dies auch für richtig, wenn das unzuständige Finanzamt die Bescheide erlassen hat und die zuständige Behörde noch nicht über den Einspruch entschieden hat. Bei einer Betriebsverlegung kann dies für ein gerichtliches AdV-Verfahren entscheidend sein.

04.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Neue Grenzen und Fallstricke bei stillen Reserven

Mit einer Rücklage nach § 6b EStG können Unternehmen Gewinne aus dem Verkauf bestimmter Anlagegüter zunächst steuerneutral für neue Investitionen nutzen. Die Voraussetzungen sind jedoch streng, und Fehler können auch noch in späteren Jahren korrigiert werden. Aktuelle Entscheidungen bestätigen den 6-prozentigen Gewinnzuschlag und zeigen, worauf Unternehmen bei Immobilienverkäufen, Beteiligungen und geplanten Reinvestitionen achten müssen.

28.08.2026 · 5 Min. Lesezeit · Unternehmer

Arbeits- und Sozialversicherungsrecht

Selbstständig oder angestellt: Der kostenlose Onlinecheck der Rentenversicherung

Ob jemand selbstständig tätig oder sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, kann für Auftraggeber und Auftragnehmer weitreichende Folgen haben. Mit dem Online-Selbstcheck der Deutschen Rentenversicherung lässt sich in wenigen Minuten eine erste Einschätzung erhalten. Das Ergebnis ist jedoch nur eine Orientierung und ersetzt keine verbindliche Statusfeststellung anhand des Vertrags und der tatsächlichen Zusammenarbeit.

24.08.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Was Versicherungsvertreter bei Rückstellungen beachten müssen

Bilanzierende Versicherungsvertreter können Rückstellungen für die spätere Betreuung von Versicherungsverträgen nur unter engen Voraussetzungen bilden. Entscheidend ist, dass eine rechtlich verbindliche und ausreichend konkrete Nachbetreuungspflicht besteht. Allgemeine Formulierungen im Vertretervertrag, nach denen sich der Vertreter lediglich um bestehende Verträge bemühen soll, reichen dafür nicht aus.

19.08.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer