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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

463 Artikel gefunden

Einkommensteuer

Abgeltung von Urlaubstagen bei Kündigung: Normaler Lohn oder steuerbegünstigt?

Sind Abgeltungszahlungen für nicht genommenen Urlaub bei Kündigungen steuerbegünstigt? Nachdem das Finanzamt und das FG Münster eine Tarifermäßigung nach § 34 EStG abgelehnt haben, muss nun der Bundesfinanzhof klären, ob es sich bei der Urlaubsabgeltung um außerordentliche Einkünfte i. S. v. § 34 Abs. 2 Nr. 4 EStG handelt. Dabei steht insbesondere im Streit, ob die Zusammenballung der Auszahlung im Beendigungsjahr eine begünstigte Besteuerung rechtfertigen kann.

05.03.2026 · 2 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Einkommensteuer

Arbeitgeber vergibt Genussrechte: Zahlungen sind Kapitalerträge

Bietet ein Unternehmen Mitarbeitern hochverzinsliche Genussrechte an, stellen die Zinsen bei den Mitarbeitern Kapitalerträge dar, für die nur Abgeltungsteuer fällig wird. Diese erfreuliche Auffassung vertritt der BFH; er hat eine anderslautende Entscheidung des FG Hessen aufgehoben.

05.03.2026 · 1 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Einkommensteuer

Zusammenballung von Einkünften durch Corona-Finanzhilfen

Erhält ein Gewerbetreibender Finanzhilfen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Einschränkungen infolge der Covid-19-Pandemie, die in dem Veranlagungszeitraum gewinnerhöhend erfasst werden, für den sie bewilligt worden sind, fehlt es an der für die Annahme außerordentlicher Einkünfte erforderlichen Zusammenballung von Einkünften.

05.03.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Straßenausbaubeiträge sind nicht als außergewöhnliche Belastungen abziehbar

Straßenausbau- und -erneuerungsbeiträge stellen keine außergewöhnlichen Belastungen im Sinne des § 33 EStG dar, weil die Aufwendungen dem Steuerpflichtigen nicht zwangsläufig erwachsen und den Leistungen ein Gegenwert gegenübersteht. Dies gilt selbst dann, wenn die Kommune die Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt abschafft.

04.03.2026 · 2 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Sonstiges Steuerrecht

RaBe: Ein weiterer Vogel ist in die Finanzverwaltung eingezogen

Neben der schon lange bekannten diebischen ELSTER sowie der NACHDIGAL ist nun ein weiterer Vogel in die Finanzverwaltung eingezogen: Der RaBe. Dieses Akronym steht für das neue Verfahren „Referenzierung auf Belege“ und soll zum Bürokratieabbau beitragen. Ziel der von der Bundesministerium der Finanzen initiierten Neuerung ist es insbesondere, die Vorlagepflicht von Belegen zu reduzieren und zugleich die digitale Nachvollziehbarkeit steuerlich relevanter Unterlagen zu verbessern.

04.03.2026 · 4 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Kindergeldanspruch beim Wohnortwechsel des Kindes zum anderen Elternteil?

Der Anwendungsbereich des § 64 EStG ist nicht eröffnet, wenn der Kindergeldanspruch des anderen Elternteils bereits bestandskräftig abgelehnt wurde. Das Finanzgericht Köln stellte klar, dass eine Doppelzahlung von Kindergeld an die Mutter nicht ausgeschlossen ist, solange der Antrag des Vaters rechtskräftig abgelehnt wurde.

03.03.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Reicht Verpflichtung zur Wohnungsmodernisierung für "Wohn-Riester"?

Setzt die Anschaffung einer Wohnung i. S. v. § 92a EStG die Entgeltlichkeit des Erwerbs voraus oder kann die Gegenleistung auch in der Verpflichtung bestehen, die Wohnung zu modernisieren? Mit dieser Frage muss sich der Bundesfinanzhof befassen. Die Entscheidung verspricht grundlegende Klarstellungen zur steuerlichen Einordnung von Modernisierungsverpflichtungen als mögliche Gegenleistung im Rahmen der begünstigten wohnungswirtschaftlichen Verwendung.

03.03.2026 · 2 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Umsatzsteuer

Umsatzsteuer: Änderung der rechtlichen Beurteilung

Die Oberfinanzdirektion Baden-Württemberg betont, dass eine Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG nur möglich ist, wenn sich die rechtliche Beurteilung ändert und die Steuerfestsetzung des Abzugsjahres bestandskräftig ist. Liegt der Fehler bereits im Abzugsjahr, kann die Berichtigung erst ab dem Jahr erfolgen, in dem eine Änderung abgabenrechtlich ausgeschlossen ist.

02.03.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Betriebs-Pkw: So erschüttern Sie den Anscheinsbeweis für eine Privatnutzung

Für betriebliche Pkw sind die Fahrzeugkosten als Betriebsausgaben abzugsfähig. Weil aber die allgemeine Lebenserfahrung besagt, dass solche Fahrzeuge auch privat genutzt werden, muss parallel eine Privatentnahme versteuert werden. Die vermeiden Sie, wenn Sie nachweisen, dass Sie den Pkw gar nicht privat genutzt haben.

02.03.2026 · 6 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Einkommensteuer

Steuerstundungsmodell mit vervierfachtem Höchstbetrag nutzen

§ 6b EStG gestattet Ihnen, stille Reserven steuerneutral auf andere Wirtschaftsgüter zu übertragen und so eine Steuerstundung zu erreichen. Bei der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften war dieses Modell auf 500.000 Euro begrenzt. Das hat sich durch das Standortfördergesetz geändert, der Höchstbetrag beträgt jetzt zwei Mio. Euro.

01.03.2026 · 4 Min. Lesezeit · Unternehmer

Umsatzsteuer

EuGH erweitert Steuerbefreiung für Kostenteilungsgemeinschaften

§ 4 Nr. 29 UStG befreit Leistungen einer Mitgliederorganisation an ihre Mitglieder, die nicht vorsteuerabzugsfähig sind, unter bestimmen Voraussetzungen von der Umsatzsteuer. Zweck der Regelung ist, die Mitglieder – mangels Vorsteuerabzug – durch eine Besteuerung nicht unangemessen zu belasten. Die deutsche Finanzverwaltung legt diese Regelung sehr restriktiv aus.

01.03.2026 · 8 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Nießbrauchsgestaltungen: BFH äußert sich zu den Folgen der entgeltlichen Ablösung eines Nießbrauchsrechts

Nießbrauchsgestaltungen geraten erneut in Bewegung: Der BFH hat mit Urteil vom 10.10.2025 entschieden, dass die entgeltliche Ablösung eines Nießbrauchsrechts steuerpflichtig sein kann. Im Streitfall verzichtete eine Nießbraucherin gegen Einmalzahlung auf ihr lebenslanges Recht an einem vermieteten Grundstück. Anders als die Vorinstanz wertete der BFH die Zahlung nicht als privates Veräußerungsgeschäft, sondern als steuerbare Entschädigung nach § 24 Nr. 1a EStG in Verbindung mit § 21 EStG. Damit rückt die Frage der Einkünftezurechnung beim Nießbrauch stärker in den Fokus und bisher bewährte Gestaltungen werden steuerlich riskanter.

01.03.2026 · 6 Min. Lesezeit · Kapitalanleger