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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

463 Artikel gefunden

Gesetzgebung

EEG 2027 und Netzpaket sollen Erneuerbare und Netzausbau besser verzahnen

Die geplanten Regeln zum EEG 2027 und zum Netzanschluss könnten die Bedingungen für neue Wind-, Solar- und Speicherprojekte deutlich verändern. Künftig sollen verfügbare Netzkapazitäten bei Standortwahl und Anschluss stärker berücksichtigt werden; zugleich sind Änderungen bei Einspeiseleistung, Förderung und Ausschreibungen vorgesehen. Da bislang nur Referentenentwürfe vorliegen, besteht noch kein unmittelbarer Handlungszwang, mögliche Auswirkungen sollten bei neuen Projekten aber bereits eingeplant werden.

05.08.2026 · 3 Min. Lesezeit · Energieerzeuger

Körperschaftsteuer

Insolvente GmbH darf Darlehensschuld nicht als steuerfreien Gewinn ausbuchen

Eine GmbH darf Darlehensverbindlichkeiten nicht allein deshalb gewinnwirksam ausbuchen, weil der Gläubiger seine Forderung nicht mehr zur Insolvenztabelle anmeldet. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs bleibt die Schuld in der Bilanz bestehen, solange kein echter Forderungsverzicht vorliegt. Das kann erhebliche Auswirkungen auf den steuerpflichtigen Gewinn einer insolventen Gesellschaft haben.

05.08.2026 · 3 Min. Lesezeit · GmbH-Geschäftsführer

Umsatzsteuer

E-Rechnung: Aktueller Rechtsstand und der Weg bis 2028

Unternehmen müssen bereits seit dem 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen können. Für die Ausstellung gelten noch Übergangsfristen, doch für Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von mehr als 800.000 Euro wird die E-Rechnung grundsätzlich ab 2027 verpflichtend; ab 2028 greift die Pflicht grundsätzlich für alle inländischen B2B-Umsätze. Deshalb sollten Betriebe ihre Software, Rechnungsprozesse und GoBD-konforme Archivierung jetzt überprüfen.

04.08.2026 · 3 Min. Lesezeit · Umsatzsteuerzahler

Einkommensteuer

Immobilie in Raten verkaufen: Zinslose Stundung bleibt steuerfrei

Wer eine Immobilie aus dem Privatvermögen in unverzinslichen Raten verkauft, muss die Raten nicht automatisch teilweise als steuerpflichtige Zinsen versteuern. Der Bundesfinanzhof hat seine bisherige Rechtsprechung geändert und stellt stärker auf die vertragliche Vereinbarung ab. Dies kann besonders bei Verkäufen innerhalb der Familie wichtig sein, wenn der Kaufpreis vollständig in Raten gezahlt wird.

04.08.2026 · 5 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Einkommensteuer

Finanzamt erkennt Rückstellungen nur bei rechtlich verbindlicher Betreuungspflicht an

Versicherungsvertreter können Rückstellungen für die spätere Betreuung von Lebensversicherungen nur bilden, wenn sie dazu rechtlich verpflichtet sind. Allgemeine Formulierungen im Vertretervertrag reichen nach einem Urteil des FG Schleswig-Holstein nicht aus. Betroffene sollten ihre Verträge prüfen und Nachbetreuungspflichten möglichst konkret vereinbaren sowie deren Erfüllung dokumentieren.

03.08.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Unternehmensnachfolge früh planen und Steuerfallen vermeiden

Eine Unternehmensnachfolge kann trotz steuerlicher Vergünstigungen zu hohen Belastungen führen. Entscheidend sind unter anderem die Zusammensetzung des Betriebsvermögens, der Unternehmenswert und die Fortführung nach der Übergabe. Wer Testament, Gesellschaftsvertrag, Bewertung und steuerliche Gestaltung frühzeitig aufeinander abstimmt, kann Freibeträge besser nutzen, Nachversteuerungen vermeiden und die wirtschaftliche Stabilität des Betriebs sichern.

03.08.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Sonstiges Steuerrecht

Verlust der Gemeinnützigkeit kann erhebliche Steuernachzahlungen auslösen

Der Entzug der Gemeinnützigkeit kann für Vereine gravierende steuerliche Folgen haben. Allerdings hat der Bundesfinanzhof klargestellt, dass geringfügige Verstöße gegen gemeinnützigkeitsrechtliche Vorgaben nicht automatisch zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen.

31.07.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Renovierungsleistungen des Mieters gelten oft als Mieteinnahmen

Übernimmt ein Mieter anstelle einer Mietzahlung Renovierungs- oder Instandsetzungskosten für die vermietete Immobilie, kann dies für den Vermieter steuerlich als Mieteinnahme gelten. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg stellt klar: Auch wenn kein Geld fließt, können Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung vorliegen.

30.07.2026 · 1 Min. Lesezeit · Vermieter

Grundsteuer

Grundsteuer Baden-Württemberg: BFH bestätigt Landesmodell

Der Bundesfinanzhof hat das Grundsteuermodell in Baden-Württemberg bestätigt. Damit bleibt die dort angewandte Grundstücksbewertung für die neue Grundsteuer nach Auffassung des Gerichts verfassungsgemäß. Gleichzeitig laufen jedoch weiterhin Verfahren zu anderen Landesmodellen sowie eine Verfassungsbeschwerde gegen das Bundesmodell, sodass die Rechtsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

29.07.2026 · 1 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Einkommensteuer

Übernommene Renovierungspflichten sind steuerlich oft verloren

Wer beim Verkauf einer vermieteten Immobilie vertraglich Renovierungsarbeiten oder Mietausfälle des Käufers übernimmt, kann die dadurch entstehenden Kosten steuerlich regelmäßig nicht mehr als Werbungskosten abziehen. Das Finanzgericht Bremen sieht diese Aufwendungen als Folge des Verkaufs und nicht mehr als Kosten der Vermietung an.

28.07.2026 · 1 Min. Lesezeit · Vermieter

Einkommensteuer

Häusliches Arbeitszimmer: Fehlende Aufzeichnungen kosten den Steuerabzug

Wer die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich geltend machen möchte, muss nicht nur die Voraussetzungen erfüllen, sondern auch strenge Aufzeichnungspflichten beachten. Der Bundesfinanzhof hat klargestellt: Werden die Ausgaben nicht einzeln, getrennt und zeitnah dokumentiert, kann der Betriebsausgabenabzug vollständig verloren gehen – selbst wenn das Arbeitszimmer unstreitig beruflich genutzt wird.

27.07.2026 · 3 Min. Lesezeit · Freiberufler

Gesetzgebung

Jahressteuergesetz 2026: Ein erster Entwurf liegt vor

Mit dem Referentenentwurf zum Jahressteuergesetz 2026 plant das Bundesfinanzministerium zahlreiche Änderungen im Steuerrecht. Betroffen sind unter anderem die umsatzsteuerliche Organschaft, die Kaufpreisaufteilung bei Immobilien, die erste Tätigkeitsstätte und die Verzinsung von Steuernachforderungen und -erstattungen. Bis zum endgültigen Gesetz sind jedoch noch Änderungen möglich.

24.07.2026 · 4 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler