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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

104 Artikel gefunden

Einkommensteuer

Bundesfinanzhof prüft, welche Räume als Arbeitszimmer gelten und welche Räume zusammengefasst werden

Der BFH hat in einem aktuellen Aussetzungsbeschluss angedeutet, dass Kosten für ein zweites häusliches Arbeitszimmer möglicherweise als Betriebsausgaben abzugsfähig sein können, wenn dieses von der unentgeltlich mitarbeitenden Ehefrau genutzt wird. Im Streitfall machte ein freiberuflicher Musiker und Betreiber von Musikschulen umfangreiche Raumkosten im Wohnhaus geltend. Finanzamt und FG erkannten jedoch nur ein begrenztes Arbeitszimmer an. Der BFH äußert nun Zweifel: Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch das Arbeitszimmer der Ehefrau Teil einer funktionellen Einheit ist und der qualitative Mittelpunkt der Tätigkeit im häuslichen Bereich liegt.

25.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Umsatzsteuer

Kassenaufzeichnungen: Bundesfinanzministerium veröffentlicht Bericht zu den Folgen des „Manipulationsschutzgesetzes“

Die seit 2016 verschärften Vorschriften zur digitalen Aufzeichnungspflicht und ordnungsgemäßen Kassenführung haben weitreichende Folgen für Unternehmen. Das Bundesfinanzministerium hat daher die Wirkung der gesetzlichen Maßnahmen evaluieren lassen. Nachdem das Bundeszentralamt für Steuern bereits 2020 einen Zwischenbericht vorgelegt hatte, liegt nun mit Stand November 2025 der Abschlussbericht vor. Untersucht wurden Zusammenspiel, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität der Kassenvorgaben. Besonders im Fokus stehen die Ergebnisse der Kassennachschauen 2023 und 2024 sowie die Verbreitung offener Ladenkassen und elektronischer Kassensysteme.

24.02.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Corona-Hilfen: Zwei Urteile des Verwaltungsgerichts Köln stellen die grundsätzliche Rechtmäßigkeit infrage

Die Rechtsprechung zu Corona-Hilfen nimmt Fahrt auf – und übt zunehmend Kritik am deutschen Fördersystem. Zwei aktuelle Urteile des Verwaltungsgerichts Köln stellen Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe als pauschalen Umsatzersatz infrage. Nach Auffassung des Gerichts verstoßen solche Förderungen gegen das EU-Beihilferecht, da unionsrechtlich nur Hilfen zur Beseitigung konkreter Liquiditätsengpässe zulässig seien. Die deutschen Regelungen prüfen jedoch keinen echten Liquiditätsengpass, sondern knüpfen allein an Umsatzeinbrüche an. Damit drohen weitreichende Konsequenzen bis hin zu Rückforderungen.

24.02.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Alle Steuerzahler: Steuerbescheide: Elektronische Bekanntgabe wird erst ab 2027 Standard

Die elektronische Bekanntgabe von Steuerbescheiden wird künftig zum Regelfall – allerdings später als ursprünglich vorgesehen. Statt ab 2026 greift die Neuregelung des § 122a AO nun erst ab 2027. Damit bleibt es im Jahr 2026 grundsätzlich noch bei der postalischen Zustellung, sofern nicht bereits eine Einwilligung zur elektronischen Bekanntgabe vorliegt. Steuerpflichtige können der elektronischen Bekanntgabe zudem weiterhin widersprechen und Bescheide per Post verlangen. Die Anpassung schafft mehr Übergangszeit für Verwaltung und Bürger, bevor die digitale Zustellung von Steuerverwaltungsakten verpflichtender Standard wird.

24.02.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Veräußerungsgewinn: Erbengemeinschaft veräußert Betrieb – Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG?

Wird ein Betrieb vererbt und anschließend von den Erben verkauft, stellt sich häufig die Frage, ob der Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG genutzt werden kann. Entscheidend ist: Nicht der Erblasser, sondern der Veräußerer muss die Voraussetzungen persönlich erfüllen – insbesondere die Altersgrenze von 55 Jahren. Das Lebensalter des Erblassers geht nicht auf den Erben über. Gleiches gilt bei einer Veräußerung durch eine Erbengemeinschaft: Jeder Miterbe kann den Freibetrag nur beanspruchen, wenn er selbst die Tatbestandsmerkmale erfüllt. Nur bei bereits zu Lebzeiten bindend abgeschlossenen Kaufverträgen kann ausnahmsweise der Erblasser maßgeblich sein.

11.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Umsatzsteuer

Umsatzsteuerfreiheit von Schul- und Bildungsleistungen: Bundesfinanzministerium regelt Details

Die Umsatzsteuerbefreiung für Schul- und Bildungsleistungen zählt zu den anspruchsvollsten Bereichen des Umsatzsteuerrechts. Mit Wirkung ab 1.1.2025 wurde § 4 Nr. 21 UStG grundlegend neu gefasst, da nationale Vorschriften stärker an das EU-Recht angepasst wurden. Ein aktuelles BMF-Schreiben liefert hierzu einen kompakten Überblick: Es erläutert die gesetzlichen Neuregelungen, fasst die maßgebliche Rechtsprechung der vergangenen Jahre zusammen und enthält wichtige Änderungen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass. Besonders praxisrelevant sind die Übergangsregelungen, nach denen bis Ende 2027 noch abweichende Handhabungen nicht beanstandet werden.

06.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Lohnabrechnung/Arbeitgeberhaftung: Anzeigepflicht nach § 41c Abs. 4 EStG – seit 01.01.2026 zwingend elektronisch

Hat ein Arbeitgeber zu wenig Lohnsteuer einbehalten und kann der Fehlbetrag nicht mehr nachträglich vom Arbeitnehmer einbehalten werden, muss er das Finanzamt informieren, um eine Haftung nach § 42d EStG zu vermeiden. Diese Anzeigepflicht nach § 41c Abs. 4 EStG dient der Sicherung des Steueranspruchs und ermöglicht dem Finanzamt, die Lohnsteuer direkt beim Arbeitnehmer nachzufordern. Während die Anzeige bislang schriftlich erfolgen konnte, ist sie seit dem 01.01.2026 zwingend elektronisch zu übermitteln. Dafür stellt die Finanzverwaltung ein spezielles ELSTER-Formular bereit, das eine eindeutige Zuordnung zum betroffenen Arbeitnehmer ermöglicht.

06.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

GmbH & Co. KG: Wann eine Beteiligung Sonderbetriebsvermögen ist und ein Verlust geltend gemacht werden kann

In einem aktuellen Urteil hat der Bundesfinanzhof „die Latte“ zur Anerkennung einer GmbH-Beteiligung als Sonderbetriebsvermögen „hoch angesetzt“: Eine GmbH & Co. KG hielt 100 % der Anteile an einer GmbH. Der Kommanditist dieser GmbH & Co. KG hatte der GmbH ein Darlehen gegeben, das bei der GmbH & Co. KG als Sonderbetriebsvermögen des Kommanditisten ausgewiesen war.

05.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

GmbH & Co. KG: Wann realteilungsgeeignete Wirtschaftsgüter vorliegen

Der BFH hat zur früheren Rechtslage bis zum 18.10.2024 entschieden, dass das Ausscheiden einer Kapitalgesellschaft aus einer Personengesellschaft gegen Gewährung eigener Anteile steuerneutral als „unechte Realteilung“ erfolgen kann. Auch wenn Aktien beim Ausscheiden zu eigenen Aktien werden, bleiben sie Einzelwirtschaftsgüter und können realteilungsgeeignet übertragen werden. Weder die spätere Einziehung der Anteile noch die Sperrfrist des § 16 Abs. 3 EStG führen rückwirkend zur Aufdeckung stiller Reserven. Auch die Körperschaftsteuerklausel greift im Fall eines Übergangs zwischen Körperschaften nicht. Seit 19.10.2024 gilt jedoch eine strengere Regelung.

03.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Umsatzsteuer

Kleinunternehmer: Zum Vorsteuerabzug beim Übergang zur Regelbesteuerung

Durch die neue Kleinunternehmerregelung in § 19 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) kann es seit 2025 dazu kommen, dass ein Unternehmen im laufenden Jahr zur Regelbesteuerung wechseln muss. Zuvor konnte dies immer nur zu Beginn eines Jahres erfolgen. Dadurch kommt es auch zu Besonderheiten auf der Vorsteuerseite. Hierzu hat das Bundesfinanzministerium nun Stellung bezogen.

01.02.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Besonderheiten der unternehmensbezogenen Sanierung bei einer Mitunternehmerschaft

Erträge aus einem Schuldenerlass zum Zwecke der Sanierung können unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei sein. Der Bundesfinanzhof hat nun klargestellt, dass die einzelnen Tatbestandsmerkmale bei einer Mitunternehmerschaft, auch wenn der Schuldenerlass Sonderbetriebsvermögen betrifft, bezogen auf die Gesellschaft vorliegen müssen.

22.01.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Gewerbesteuer

Keine erweiterte Grundstückskürzung bei Halten von Oldtimern als Anlageobjekt

Eine nicht ausdrücklich erlaubte Nebentätigkeit – im Streitfall: Halten von Oldtimern zum Zwecke der Wertsteigerung – kann auch dann zum Ausschluss der erweiterten Grundstückskürzung führen, wenn mit dieser Nebentätigkeit keine Einnahmen erzielt werden.

14.01.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer