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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

463 Artikel gefunden

Verfahrensrecht

BFH klärt Gebühren bei verbindlichen Auskünften

Für eine verbindliche Auskunft fällt grundsätzlich eine Gebühr je Antrag an. Entscheidend ist dabei nicht die Zahl der Rechtsfragen, sondern die Zahl der zugrunde liegenden Sachverhalte. Nach dem BFH liegt auch bei mehrstufigen Umstrukturierungen regelmäßig nur ein Sachverhalt vor, wenn die einzelnen Maßnahmen wirtschaftlich und sachlich zusammenhängen und ein einheitliches Gesamtvorhaben bilden.

04.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Verfahrensrecht

Betriebsverlegung bestimmt den richtigen Gegner im AdV-Verfahren

Für einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung ist die von Anfang an örtlich zuständige Finanzbehörde der richtige Antragsgegner. Das FG Hamburg hält dies auch für richtig, wenn das unzuständige Finanzamt die Bescheide erlassen hat und die zuständige Behörde noch nicht über den Einspruch entschieden hat. Bei einer Betriebsverlegung kann dies für ein gerichtliches AdV-Verfahren entscheidend sein.

04.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Sonstiges

Warnung vor angeblichen E-Mails der Steuerverwaltung

Die Steuerverwaltung warnt vor täuschend echt gestalteten Phishing-E-Mails im Namen von ELSTER. Sie sollen Empfänger zur Preisgabe von Anmeldedaten, Konto- oder Kreditkartendaten verleiten. Auffällig sind allgemeine Anreden, angebliche Fristen oder angekündigte Steuererstattungen. Die Verwaltung fordert niemals per E-Mail sensible Daten an. Im Zweifel sollten Nutzer sich direkt bei Mein ELSTER anmelden und dort ihr Postfach prüfen.

03.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Beamte dürfen für Kindergeld nicht mehr als 20 Stunden arbeiten

Für den Kindergeldanspruch nach einer Erstausbildung darf die regelmäßige Wochenarbeitszeit des Kindes 20 Stunden nicht überschreiten. Bei Beamten richtet sich die Grenze nach den gesetzlichen Arbeitszeitvorgaben und persönlich gewährten Freistellungen. Das FG Münster entschied, dass eine Arbeitszeit von 20,5 Arbeitsstunden schädlich ist. Maßgeblich ist immer die Arbeitszeit des jeweiligen Monats.

03.09.2026 · 6 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges

BAFA veröffentlicht aktuellen Förderkompass

Der BAFA-Förderkompass 2026 bündelt die wichtigsten staatlichen Zuschüsse für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Die 76-seitige Übersicht wird regelmäßig aktualisiert und informiert über Programme aus Bereichen wie Wirtschaftsförderung und Energie. Zu jeder Fördermaßnahme enthält sie QR-Codes und Webadressen mit weiterführenden Informationen sowie Hinweisen zur Antragstellung.

02.09.2026 · 1 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Umsatzsteuer

Deutsche USt-IdNr. löst Steuerpflicht ohne Vorsteuerabzug aus

Verwendet ein Unternehmer seine USt-IdNr. des Registrierungsstaats, obwohl die Ware zwischen zwei anderen EU-Staaten bewegt wird, kann dort ein zusätzlicher innergemeinschaftlicher Erwerb entstehen. Dieser ist steuerpflichtig, berechtigt aber nicht zum Vorsteuerabzug. Das Gericht bestätigt die Rechtsfolge, wenn die Besteuerung im Bestimmungsland nicht rechtzeitig und vollständig nachgewiesen wird.

02.09.2026 · 4 Min. Lesezeit · Umsatzsteuerzahler

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Bestandsschutz erhöht nicht automatisch die Schenkungsteuer

Bei der Grundstücksbewertung im Sachwertverfahren kommt es für den Bodenwert auf die rechtlich zulässige Bebauung an. Das gilt auch, wenn ein Gebäude aufgrund von Bestandsschutz tatsächlich stärker genutzt wird. Der BFH betont den Typisierungsgedanken des Verfahrens. Wertminderungen durch die besondere tatsächliche Bebauung lassen sich jedoch über den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts mit einem Gutachten berücksichtigen.

01.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

US-Arbeitstage mindern den Werbungskostenabzug für die Zweitwohnung

Arbeitet ein in Deutschland ansässiger Arbeitnehmer teils in den USA und unterhält dort wegen seiner Tätigkeit eine Zweitwohnung, sind die Kosten der doppelten Haushaltsführung nur teilweise in Deutschland abziehbar. Der Anteil, der auf die in den USA steuerfreien Arbeitstage entfällt, mindert lediglich den Progressionsvorbehalt. Das FG Hessen orientiert sich dafür am Verhältnis der Arbeitslöhne.

01.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Einkommensteuer

Essensgutscheine im Job: So bleibt die Steuer gering

Essensgutscheine und arbeitstägliche Mahlzeiten können für Beschäftigte steuerlich günstig behandelt werden. Dafür müssen Arbeitgeber jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllen und die Belege sorgfältig dokumentieren. Die Regelungen gelten auch für Teilzeitkräfte und Beschäftigte im Homeoffice. Bei Sammelbelegen, Auswärtstätigkeiten oder Essensautomaten sind zusätzliche Besonderheiten zu beachten.

31.08.2026 · 4 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Einkommensteuer

Neue Grenzen und Fallstricke bei stillen Reserven

Mit einer Rücklage nach § 6b EStG können Unternehmen Gewinne aus dem Verkauf bestimmter Anlagegüter zunächst steuerneutral für neue Investitionen nutzen. Die Voraussetzungen sind jedoch streng, und Fehler können auch noch in späteren Jahren korrigiert werden. Aktuelle Entscheidungen bestätigen den 6-prozentigen Gewinnzuschlag und zeigen, worauf Unternehmen bei Immobilienverkäufen, Beteiligungen und geplanten Reinvestitionen achten müssen.

28.08.2026 · 5 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Steuerfalle bei Mitarbeiterbeteiligungen vermeiden

Mitarbeiteranteile mit einer negativen Liquidationspräferenz sollen verhindern, dass Beschäftigte schon beim Erwerb der Anteile Steuern auf einen nur rechnerischen Vorteil zahlen müssen. Ob bei der Ausgabe oder erst beim späteren Verkauf Lohnsteuer anfällt, hängt von der konkreten Gestaltung ab. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten die Beteiligungsvereinbarung deshalb genau prüfen und insbesondere auf eine nachvollziehbare Bewertung der Anteile achten.

27.08.2026 · 4 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Einkommensteuer

Eigene Vermietungspläne müssen nach dem Wohnrecht nachweisbar sein

Wer eine Immobilie mit einem lebenslangen Wohnrecht übernimmt, kann Renovierungskosten nicht automatisch als Werbungskosten absetzen. Das gilt selbst dann, wenn mit der wohnberechtigten Person zusätzlich ein Mietvertrag geschlossen wurde. Nach dem Tod des Wohnungsberechtigten muss der Eigentümer seine eigene und auf Dauer angelegte Vermietungsabsicht nachweisen, bevor Verluste steuerlich berücksichtigt werden können.

26.08.2026 · 5 Min. Lesezeit · Vermieter