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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

463 Artikel gefunden

Verfahrensrecht

Unterbeteiligung an GmbH-Anteilen braucht keinen Feststellungsbescheid

Für Unterbeteiligungen an GmbH-Anteilen müssen Besteuerungsgrundlagen nicht gesondert und einheitlich festgestellt werden. Das gilt nach dem BFH sowohl für typische als auch für atypische Unterbeteiligungen. Es fehlt an gemeinschaftlichen Einkünften und an einer gesetzlichen Grundlage für einen Feststellungsbescheid. Praktische Vorteile eines solchen Verfahrens können die fehlende Rechtsgrundlage nicht ersetzen.

25.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Kindergeld: Ausbildung zum Rettungssanitäter ist keine Erstausbildung

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter gilt trotz ihrer berufsqualifizierenden Wirkung nicht als erstmalige Berufsausbildung im Sinne des Kindergeldrechts. Der BFH stellt auf eine Mindestausbildungsdauer von einem Jahr ab. Die nur rund drei Monate dauernde Ausbildung hindert daher den Kindergeldanspruch nicht, wenn das volljährige Kind anschließend in Vollzeit als Rettungssanitäter tätig ist.

24.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Arbeits- und Sozialversicherungsrecht

Künstlersozialabgabe: Leichte Erhöhung für 2027 geplant

Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung soll 2027 wieder 5,0 % betragen. Nach der leichten Absenkung auf 4,9 % im Jahr 2026 erreicht er damit erneut das Niveau der Jahre 2023 bis 2025. Abgabepflichtig sind Unternehmen, die künstlerische oder publizistische Leistungen verwerten und deren Absatz fördern. Sie finanzieren über die Umlage einen Teil der Sozialversicherungsbeiträge selbstständiger Künstler und Publizisten.

23.09.2026 · 1 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Unentgeltliche Ratenzahlungsvereinbarung führt nicht mehr zu Kapitalerträgen

Eine ausdrücklich unverzinsliche Stundung des Kaufpreises bei einem Verkauf im Privatvermögen führt nicht zu Einkünften aus Kapitalvermögen. Der BFH gibt damit seine bisherige Rechtsprechung auf, nach der Kaufpreisraten typisierend in Tilgungs- und Zinsanteile aufzuteilen waren. Entscheidend ist die zivilrechtliche Vereinbarung: Sollen alle Raten ausschließlich den Kaufpreis tilgen, fallen keine fiktiven Zinsen an.

22.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Arbeitsrecht

Arbeitszeiterfassung: Was der neue Entwurf für Arbeitgeber bedeutet

Arbeitgeber müssen Arbeitszeiten bereits heute erfassen. Der Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums vom 18. Juni 2026 schafft noch keine neuen Pflichten, zeigt aber die geplante Richtung: Die Aufzeichnung soll grundsätzlich am selben Tag elektronisch erfolgen, Beschäftigte sollen Einsicht erhalten und Daten zwei Jahre aufbewahrt werden. Unternehmen sollten deshalb prüfen, ob ihre bisherigen Verfahren auch mobile Arbeit und Vertrauensarbeitszeit zuverlässig abbilden.

22.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Einkommensteuer

Laden zu Hause: Neue Nachweise für betriebliche E-Autos

Unternehmer müssen beim Laden betrieblicher Elektro- und Hybridfahrzeuge zu Hause ab dem 1.8.2026 die geladene Strommenge nachweisen. Die bisherige Ladestrompauschale entfällt. Die Stromkosten lassen sich entweder mit den tatsächlichen Kosten einschließlich Grundpreis oder mit einer neuen Strompreispauschale bewerten. Für 2026 beträgt diese 0,34 EUR je kWh. Bei privater PV-Anlage darf die gesamte geladene Strommenge mit dem Strompreis des Energieversorgers angesetzt werden.

21.09.2026 · 4 Min. Lesezeit · Unternehmer

Arbeitsrecht

So gehen Sie als Praxisinhaber mit Lohnpfändungen gegen Angestellte um

Bei einer Lohnpfändung muss die Zahnarztpraxis den pfändbaren Anteil des Gehalts berechnen und an Gläubiger oder Treuhänder abführen. Zahlt sie zu viel an den Mitarbeiter aus, haftet sie selbst. Kredite oder kreative Auszahlungsmodelle helfen meist nicht weiter und können zusätzliche Risiken auslösen. Praxisinhaber sollten Pfändungstabelle, Drittschuldnererklärung und Datenschutzpflichten kennen.

21.09.2026 · 6 Min. Lesezeit · Ärzte und Heilberufe

Einkommensteuer

Denkmalförderung geht nicht auf Erben über

Verstirbt ein Eigentümer innerhalb des zehnjährigen Abzugszeitraums für Aufwendungen an einem selbst genutzten Baudenkmal, kann der Erbe die Steuerbegünstigung nach § 10f EStG grundsätzlich nicht fortführen. Der BFH verweist darauf, dass der Erbe keine eigenen Aufwendungen getragen hat. Eine Ausnahme gilt nur für zusammenveranlagte Ehegatten, für die das Gesetz eine besondere Regelung vorsieht.

18.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Erbschaftsteuer: Rekordwert durch große Unternehmensübertragungen

Die festgesetzte Erbschaft- und Schenkungsteuer erreichte 2025 mit 21,4 Milliarden EUR einen Rekordwert. Auslöser waren vor allem große Unternehmensübertragungen. Für Betriebsvermögen können Verschonungsabschläge gelten, ihre Höhe hängt jedoch von der Vermögensstruktur und den gesetzlichen Voraussetzungen ab. Verwaltungsvermögen kann die Begünstigung mindern oder ausschließen. Bei Immobilienübertragungen bleiben Bewertung und mögliche Marktabschläge entscheidend.

18.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Verfahrensrecht

Warum Einwurf-Einschreiben bei Fristsachen nicht ausreichen

Wichtige Erklärungen, Bescheide und fristgerechte Einsprüche entfalten ihre Wirkung erst mit dem Zugang beim Empfänger. Ein Einwurf-Einschreiben beweist diesen Zugang nach jüngstem BAG-Urteil nicht rechtssicher. Wer Fristen wahren muss, sollte deshalb auf Zustellung durch Gerichtsvollzieher, persönliche Übergabe, sichere elektronische Wege oder den Einwurf in den Briefkasten des Finanzamts setzen.

17.09.2026 · 15 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Arbeits- und Sozialversicherungsrecht

Hitzesommer: Unternehmen müssen Ausfälle und Arbeitsschutz planen

Hitze verursacht Unternehmen Kosten durch Arbeitsausfälle, Produktivitätsverluste, Lieferprobleme und Belastungen der Infrastruktur. Besonders gefährdet sind Arbeiten im Freien, körperlich anstrengende Tätigkeiten sowie Logistik und Produktion. Arbeitgeber müssen bei hohen Raumtemperaturen Gefährdungen beurteilen und geeignete Maßnahmen ergreifen. Arbeitszeiten, Pausen, Sonnenschutz, Kühlung sowie Alternativen für Logistik und Beschaffung sollten frühzeitig geplant werden.

17.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Gesetzgebung

Energieinvestitionen: EU-Spielraum schafft noch keine Förderung

Die EU-Kommission eröffnet Mitgliedstaaten zusätzlichen haushaltspolitischen Spielraum für Maßnahmen zur Energieversorgungssicherheit. Daraus entstehen jedoch keine unmittelbaren Förderansprüche für Photovoltaik, Batteriespeicher oder Wärmepumpen. Deutschland hatte bis zum 27. August 2026 weder einen Antrag auf Erweiterung seiner Ausnahmeklausel noch ein entsprechendes Förderpaket vorgelegt. Investitionen sollten deshalb weiter nach bestehenden Programmen und der eigenen Wirtschaftlichkeit geplant werden.

16.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Energieerzeuger