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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

463 Artikel gefunden

Einkommensteuer

Energetische Sanierung: So teilen Miteigentümer den Steuerbonus auf

Bei energetischen Sanierungen mit mehreren Miteigentümern ist der Steuerbonus nach § 35c EStG aufzuteilen. Nutzen nicht sämtliche Miteigentümer das Objekt selbst, zählen die anteiligen Kosten der Selbstnutzer. Der Höchstbetrag steht bei getrennt genutzten Wohnungen jedoch jedem Miteigentümer zu. Ein gesondertes Feststellungsverfahren ist nicht erforderlich, kann aber vom Finanzamt verlangt werden.

16.09.2026 · 5 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Einkommensteuer

Betriebsverpachtung endet erst mit Verkauf der Grundstücke

Bringt ein Erbe ein verpachtetes Einzelunternehmen mit Betriebsgrundstücken in eine GmbH & Co. KG ein, erzielt die KG den Veräußerungsgewinn. Das FG Nürnberg sieht die Betriebsverpachtung erst mit dem Verkauf der wesentlichen Betriebsgrundlagen als beendet an. Ohne Aufgabeerklärung bleibt der ruhende Gewerbebetrieb bestehen. Ein steuerfreier Privatverkauf nach zehn Jahren scheidet deshalb aus.

15.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Bad-Leaver-Klausel macht Genussrechtsvergütung nicht zum Arbeitslohn

Erträge aus Genussrechten können Einkünfte aus Kapitalvermögen und nicht Arbeitslohn sein. Entscheidend ist, dass die Mitarbeiterbeteiligung als Sonderrechtsverhältnis wirksam vereinbart und durchgeführt wird. Das FG Berlin-Brandenburg bejahte dies bei fünf Prozent Festverzinsung und einer Zusatzvergütung nach Geschäftserfolg. Eine Bad-Leaver-Klausel führt für sich nicht automatisch zu Arbeitslohn.

14.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Kapitalanleger

Umsatzsteuer

Vorsteuer auf Luxussportwagen bleibt für Zahnarztpraxis versagt

Der Kauf eines Luxussportwagens kann den Vorsteuerabzug ausschließen, wenn das Fahrzeug für Werbung und Kundenkontakte eingesetzt werden soll. Das FG Berlin-Brandenburg wertet den Sportwagen als unangemessenen Repräsentationsaufwand. Für Zahnarztpraxen mit steuerpflichtigen Umsätzen gilt: Nur Aufwendungen, die auch ein ordentlicher Unternehmer tragen würde, berechtigen zum Vorsteuerabzug.

14.09.2026 · 4 Min. Lesezeit · Ärzte und Heilberufe

Grundsteuer

Ackerlandpreise bleiben regional weit auseinander

Die Kaufwerte für Ackerland bleiben regional sehr unterschiedlich. 2025 kostete ein Hektar in Bayern durchschnittlich 93.720 EUR, in Nordrhein-Westfalen 91.496 EUR. Brandenburg und Thüringen lagen jeweils bei rund 15.000 EUR. Bundesweite Durchschnittswerte erlauben jedoch keine Aussage über einzelne Flächen. Für ihren Wert zählen vor allem Lage, Bodenqualität, Flächengröße, örtliche Nachfrage und die konkrete Nutzungsperspektive.

10.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Land- und Forstwirte

Einkommensteuer

§ 23 EStG: BFH bestätigt seine ständige Rechtsprechung zur Fristberechnung bei privaten Veräußerungsgeschäften

Für die Zehn-Jahres-Frist bei einem privaten Immobilienverkauf zählt der Abschluss des Kaufvertrags. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist nach der Ansicht des BFH nicht maßgeblich. Entscheidend ist, wann beide Vertragspartner rechtlich bindend erklärt haben, die Immobilie zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen. Dadurch soll eine steuerliche Gestaltung des Fristablaufs verhindert werden.

10.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Hausbesitzer

Verfahrensrecht

§§ 52a, 52b, 52d FGO: Formwirksame Klageerhebung bei elektronischer Übermittlung einer Word-Datei im Falle der führenden Papierakte

Reichen Steuerberater eine Klage als Word-Datei statt im vorgeschriebenen PDF-Format ein, kann sie bei noch papiergeführten Finanzgerichtsakten dennoch wirksam sein. Voraussetzung ist, dass das Gericht die Datei ausdrucken und zur Akte nehmen kann. Der BFH lässt damit für Übergangsfälle eine Ausnahme von den strengen Formvorgaben des elektronischen Rechtsverkehrs zu. Dies gilt nur für Papierakten.

09.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges Steuerrecht

Biogasanlage: Kfz-Steuerbefreiung für Anhänger in Gefahr

Landwirtschaftliche Fahrzeuge und Anhänger bleiben nur dann von der Kfz-Steuer befreit, wenn sie ausschließlich begünstigten land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken dienen. Fahrten zu einer gewerblichen Biogasanlage können die Befreiung gefährden. Das gilt auch bei rechtlich getrennten Betrieben, wenn ihre tatsächlichen Abläufe wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind. Schon einzelne nicht begünstigte Fahrten können Steuer auslösen.

09.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Land- und Forstwirte

Umsatzsteuer

Umsatzsteuerbefreiung für Krankenfahrten genau prüfen

Krankenfahrten mit Taxi oder Mietwagen können umsatzsteuerfrei oder mit 7 % besteuert werden. Eine Steuerbefreiung setzt ein speziell ausgestattetes Fahrzeug und eine medizinische Notwendigkeit voraus. Für den ermäßigten Steuersatz gilt grundsätzlich die 50-km-Grenze. Bei Mietwagenfahrten ist entscheidend, dass sie zu denselben Bedingungen erfolgen, die auch für Taxiunternehmer gelten.

08.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Fernkurs zur Fotodesignerin gilt als Berufsausbildung

Ein Fernlehrgang zur geprüften Fotodesignerin kann einen Kindergeldanspruch begründen, obwohl er nur sieben Wochenstunden umfasst und mit einem institutsinternen Abschluss endet. Das FG Münster erkennt den Kurs als Berufsausbildung an. Entscheidend sind der Bezug zum angestrebten Beruf und die ernsthafte Teilnahme. Eine zeitliche Mindestdauer oder ein staatlicher Abschluss sind nicht erforderlich.

08.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Wahlrecht zum Arbeitszimmer ändert sich ab 2026

Für eigenbetrieblich genutzte Arbeitszimmer gelten seit 2026 neue Grenzen für die Zuordnung zum Privatvermögen. Das Wahlrecht greift jetzt, wenn die Fläche nicht mehr als 30 qm oder der Wert nicht mehr als 40.000 EUR beträgt. Wird es genutzt, sind grundstücksbezogene Aufwendungen nicht mehr abzugsfähig. Betrieblich veranlasste Kosten wie Strom und Heizkosten bleiben jedoch weiterhin abziehbar.

07.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Unternehmer

Einkommensteuer

Grenzgänger müssen gegen die Lohnsteuer-Anmeldung vorgehen

Behält ein Arbeitgeber Lohnsteuer unrechtmäßig ein und führt sie ab, können Arbeitnehmer keine unmittelbare Erstattung mehr nach § 50d EStG verlangen. Der BFH verlangt stattdessen, gegen die Lohnsteuer-Anmeldung vorzugehen. Für bereits bis zur Urteilsveröffentlichung beim zuständigen Finanzamt geltend gemachte Erstattungsansprüche gelten die bisherigen Grundsätze aus Vertrauensschutzgründen fort.

07.09.2026 · 3 Min. Lesezeit · Arbeitgeber und Arbeitnehmer