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Steuernews

Steuernews

Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

129 Artikel gefunden

Umsatzsteuer

Ist die Differenzbesteuerung für gesondert verkaufte Ersatzteile anwendbar?

Wird ein Fahrzeug repariert, kommen nicht nur neue Ersatzteile, sondern ggf. auch gebrauchte Teile zum Einsatz, etwa indem ein defekter Motor durch einen gebrauchten, noch funktionsfähigen Motor ersetzt wird. Wurde das gebrauchte Ersatzteil von privat erworben, stellt sich für die Werkstatt die Frage: Lässt sich die Differenzbesteuerung nutzen bzw. können die Lieferung des Ersatzteils sowie die Reparatur gesondert berechnet werden?

18.12.2025 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Anerkennung von Prozesskosten als außergewöhnliche Belastungen

Für die Beurteilung, ob eine Gefahr des Verlusts der Existenzgrundlage besteht, ist die Einkommens- und Vermögenssituation des Steuerpflichtigen im Jahr des Abflusses der Prozesskosten maßgeblich. Die bloße Befürchtung, dass sich die Einkommens- und Vermögenssituation in Zukunft verschlechtern werde, reicht nicht aus. Außerdem muss der angestrengte Prozess dazu dienen, die Ursache der drohenden Existenznot zu beseitigen.

17.12.2025 · 4 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges Steuerrecht

Erlass von Säumniszuschlägen bei abgelehnter AdV

Wird eine Steuer nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Zuschlag von 1 % des rückständigen Steuerbetrages zu entrichten. Säumniszuschläge entstehen kraft Gesetzes, ohne dass es einer Festsetzung durch Verwaltungsakt bedarf. Laut BFH ist die Höhe des Säumniszuschlags auch ab 2019 verfassungsgemäß.

16.12.2025 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges

Das kann teuer werden: Rückwirkende Aberkennung der Gemeinnützigkeit

Das FG Münster ist zu der Überzeugung gelangt, dass einer Stiftung die Gemeinnützigkeit rückwirkend zu versagen ist, wenn sie nach Auflösung aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation nicht mehr in der Lage ist, ihre gemeinnützigen Ziele zu verfolgen.

15.12.2025 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges Steuerrecht

Digitale Steuerbescheide erst ab 2027

Durch das vierte Bürokratieentlastungsgesetz (BGBl I 2024, Nr. 323) wurde § 122a der Abgabenordnung (AO) mit Wirkung ab 2026 geändert. Diese Änderung wurde jetzt jedoch doch noch kurzfristig auf den 01.01.2027 verschoben. Dadurch werden elektronische Bescheide zur Regel – Papier zur Ausnahme. Der Deutsche Steuerberaterverband e. V. (DStV) hat die Änderungen jüngst zusammengefasst.

15.12.2025 · 1 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Rückabwicklung einer Anteilsübertragung wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage

Eheverträge sind längst nicht nur ein zivilrechtliches Gestaltungsinstrument, sie haben oft auch erhebliche steuerliche Auswirkungen. Im jüngsten Streitfall vor dem BFH ging es um die Übertragung von GmbH-Anteilen im Rahmen einer ehelichen Vermögensauseinandersetzung. Doch was zivilrechtlich als sachgerechte Vermögensübertragung erscheint, kann steuerlich schnell zu einem steuerpflichtigen Veräußerungsvorgang nach § 17 EStG führen.

11.12.2025 · 7 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Unterhaltsleistungen: Finanzverwaltung äußert sich zum Nachweis der Zahlung

Unterhaltsaufwendungen (beispielsweise an Eltern oder Kinder) können nach § 33a Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden. Durch das Jahressteuergesetz 2024 wurde mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum 2025 geregelt, dass bei Geldzuwendungen die Zahlung der Unterhaltsleistungen durch Überweisung auf das Konto der unterhaltenen Person zu erfolgen hat. Zum Nachweis hat das Bundesfinanzministerium nun Stellung bezogen.

10.12.2025 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges Steuerrecht

Beiträge zu einer freiwilligen privaten Pflegezusatzversicherung nicht erhöht abzugsfähig

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs ist der Sonderausgabenabzug von Beiträgen für eine freiwillige private Pflegezusatzversicherung, die der (teilweisen) Absicherung von nicht durch die Pflege-Pflichtversicherung gedeckten Kosten wegen dauernder Pflegebedürftigkeit dient, verfassungsrechtlich nicht geboten. Denn der Gesetzgeber hat sich bewusst für ein Teilleistungssystem entschieden.

09.12.2025 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges Steuerrecht

Betriebsprüfung: Bedeutet zweites BFH-Urteil das Aus für die Richtsatzsammlung?

Gerade in bargeldintensiven Betrieben schaut der Betriebsprüfer bei der Kassenführung genauer hin – und schätzt bei schwerwiegenden Mängeln Betriebseinnahmen hinzu. Eine Hinzuschätzungsart ist der "äußere Beriebsvergleich", bei dem die Zahlen des geprüften Unternehmens mit denen gleichartiger Unternehmen verglichen werden. Diese Vergleichswerte finden sich in einer "Richtsatzsammlung" wieder, die das BMF regelmäßig veröffentlicht. Zu deren Zulässigkeit und Akzeptanz hat sich jetzt zwei Mal der BFH geäußert.

09.12.2025 · 7 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Verfahrensrecht

Steuererklärung: 2026 kommt – noch schnell die Steuererklärung für 2021 freiwillig einreichen und profitieren

Gefühlt erst gestern hat das Jahr 2025 begonnen – und schon nähert es sich rasant dem Ende. Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist und für 2021 auch freiwillig keine Steuererklärung abgegeben hat, sollte daher schnell handeln. Die Erstattung für 2021 geht nämlich verloren, wenn die Erklärung nicht bis zum 31.12.2025 beim Finanzamt eingereicht wird. Da hilft auch ein später gestellter Antrag auf Günstigerprüfung nach § 32d Abs. 6 EStG nichts – wie ein Steuerzahler jüngst beim BFH feststellen musste.

01.12.2025 · 8 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Freigebige Zuwendung: Pauschalabfindung für vor der Eheschließung erklärten Verzicht auf nacheheliche Ansprüche

Erhält ein Ehegatte vor der Eheschließung vom anderen Ehegatten als Ausgleich für einen ehevertraglich vereinbarten Verzicht auf den Anspruch auf Zugewinnausgleich, den nachehelichen Unterhalt und die Hausratsaufteilung ein Grundstück, ist dies als freigebige Zuwendung zu beurteilen. Der Verzicht stellt keine die Bereicherung mindernde Gegenleistung dar (Anschluss an BFH 17.10.07, II R 53/05, BStBl II 08, 256; 1.9.21, II R 40/19, BStBl II 23, 146). Bei der Annahme, der ehevertragliche Verzicht auf Zugewinnausgleich und nachehelichen Unterhalt sei als eine die Bereicherung ausschließende Gegenleistung zu werten, handelt es sich um einen schenkungsteuerlich unbeachtlichen Subsumtionsirrtum, der die Erfüllung des subjektiven Tatbestands des § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG nicht ausschließt – so der BFH mit Urteil vom 9.4.25 (II R 48/21).

21.11.2025 · 6 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler