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Steuernews

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Aktuelle Entwicklungen im Steuerrecht – kompakt und verständlich für Sie aufbereitet.

Artikel

129 Artikel gefunden

Einkommensteuer

Beamte dürfen für Kindergeld nicht mehr als 20 Stunden arbeiten

Für den Kindergeldanspruch nach einer Erstausbildung darf die regelmäßige Wochenarbeitszeit des Kindes 20 Stunden nicht überschreiten. Bei Beamten richtet sich die Grenze nach den gesetzlichen Arbeitszeitvorgaben und persönlich gewährten Freistellungen. Das FG Münster entschied, dass eine Arbeitszeit von 20,5 Arbeitsstunden schädlich ist. Maßgeblich ist immer die Arbeitszeit des jeweiligen Monats.

03.09.2026 · 6 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges

BAFA veröffentlicht aktuellen Förderkompass

Der BAFA-Förderkompass 2026 bündelt die wichtigsten staatlichen Zuschüsse für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Die 76-seitige Übersicht wird regelmäßig aktualisiert und informiert über Programme aus Bereichen wie Wirtschaftsförderung und Energie. Zu jeder Fördermaßnahme enthält sie QR-Codes und Webadressen mit weiterführenden Informationen sowie Hinweisen zur Antragstellung.

02.09.2026 · 1 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Bestandsschutz erhöht nicht automatisch die Schenkungsteuer

Bei der Grundstücksbewertung im Sachwertverfahren kommt es für den Bodenwert auf die rechtlich zulässige Bebauung an. Das gilt auch, wenn ein Gebäude aufgrund von Bestandsschutz tatsächlich stärker genutzt wird. Der BFH betont den Typisierungsgedanken des Verfahrens. Wertminderungen durch die besondere tatsächliche Bebauung lassen sich jedoch über den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts mit einem Gutachten berücksichtigen.

01.09.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Gesetzgebung

Steuerpläne ab 2027: Diese Entlastungen sind vorgesehen

Die Bundesregierung plant ab 2027 Entlastungen bei der Einkommensteuer, die ab 2028 vollständig wirken sollen. Vorgesehen sind unter anderem ein höherer Grundfreibetrag, mehr Kindergeld und ein höherer Arbeitnehmer-Pauschbetrag. Gleichzeitig sollen einzelne Steuervergünstigungen reduziert und die Reichensteuer neu gestaffelt werden. Noch handelt es sich jedoch nur um Reformpläne, die im Gesetzgebungsverfahren verändert werden können.

20.08.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Rücktrittsklausel im Erbvertrag schützt Schenkungen nicht

Ein im Erbvertrag vereinbartes Rücktrittsrecht schützt lebzeitige Schenkungen nicht automatisch vor einer späteren Rückforderung. Solange der Erblasser nicht tatsächlich vom Erbvertrag zurücktritt, bleibt der Vertragserbe geschützt und kann verschenktes Vermögen nach dem Tod herausverlangen. Entscheidend bleibt, ob die Schenkung den Erben beeinträchtigen sollte oder durch ein eigenes Interesse des Erblassers gerechtfertigt war.

17.08.2026 · 3 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

BFH kippt fiktive Zinsen bei Ratenkäufen im Privatvermögen

Wer einen privaten Vermögensgegenstand gegen langfristige, ausdrücklich unverzinsliche Kaufpreisraten veräußert, muss nach neuer BFH-Rechtsprechung keine fiktiven Zinseinkünfte versteuern. Voraussetzung ist, dass sämtliche Zahlungen ausschließlich auf den Kaufpreis angerechnet werden und keine verdeckte Zinsvereinbarung vorliegt. Das Urteil erleichtert insbesondere die familieninterne Übertragung von Immobilien und anderen Vermögenswerten.

14.08.2026 · 4 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Abgelehnter Kindergeldantrag des Vaters sperrt anderen Elternteil nicht

Lebt ein Kind im Haushalt eines Elternteils, erhält grundsätzlich dieser das Kindergeld, wenn beide Eltern anspruchsberechtigt sind. Wurde der Kindergeldantrag dieses Elternteils jedoch bereits bestandskräftig abgelehnt, gilt er nicht mehr als konkurrierender Berechtigter. Der Anspruch des anderen Elternteils kann dann nicht mit der Begründung abgelehnt werden, das Kind lebe im Haushalt des ehemaligen Antragstellers.

13.08.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges Steuerrecht

Gemeinnützigkeit sichern: Diese Fehler können Vereine den Status kosten

Der Verlust der Gemeinnützigkeit kann für Vereine erhebliche steuerliche Folgen haben. Gefährdet ist sie nicht nur durch fehlerhafte Satzungsänderungen, sondern auch durch unzulässige Zuwendungen, überhöhte Vergütungen, zweckwidrig eingesetzte Mittel oder dauerhaft defizitäre wirtschaftliche Tätigkeiten. Vereine sollten ihre Geschäftsführung daher sorgfältig dokumentieren, kritische Entscheidungen frühzeitig prüfen und bei Bedarf das Finanzamt einbeziehen.

11.08.2026 · 9 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Einkommensteuer

Rentner mit Rentenbeginn 2017 erhalten keinen zusätzlichen Steuerfreibetrag

Rentner können ihren steuerfreien Rentenanteil nicht allein deshalb erhöhen, weil ihre früheren Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung nur eingeschränkt steuerlich abziehbar waren. Das Finanzgericht sieht die gesetzlichen Regeln für Renten mit Beginn im Jahr 2017 trotz möglicher Nachteile im Einzelfall als verfassungsgemäß an. Eine individuelle Prüfung auf Doppelbesteuerung ist nach dieser Entscheidung nicht vorgesehen.

10.08.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Sonstiges Steuerrecht

Verlust der Gemeinnützigkeit kann erhebliche Steuernachzahlungen auslösen

Der Entzug der Gemeinnützigkeit kann für Vereine gravierende steuerliche Folgen haben. Allerdings hat der Bundesfinanzhof klargestellt, dass geringfügige Verstöße gegen gemeinnützigkeitsrechtliche Vorgaben nicht automatisch zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen.

31.07.2026 · 2 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Gesetzgebung

Jahressteuergesetz 2026: Ein erster Entwurf liegt vor

Mit dem Referentenentwurf zum Jahressteuergesetz 2026 plant das Bundesfinanzministerium zahlreiche Änderungen im Steuerrecht. Betroffen sind unter anderem die umsatzsteuerliche Organschaft, die Kaufpreisaufteilung bei Immobilien, die erste Tätigkeitsstätte und die Verzinsung von Steuernachforderungen und -erstattungen. Bis zum endgültigen Gesetz sind jedoch noch Änderungen möglich.

24.07.2026 · 4 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler

Erbschaft-/Schenkungsteuer

Nießbrauch schützt nicht vor sofortiger Besteuerung einer Lebensversicherung

Wer eine Kapitallebensversicherung verschenkt und sich die Erträge oder den Rückkaufswert über einen Nießbrauch sichern möchte, sollte die schenkungsteuerlichen Folgen kennen. Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die Schenkungsteuer grundsätzlich sofort auf Basis des Rückkaufswerts entsteht. Ein vorbehaltener Nießbrauch mindert die Steuer zunächst nicht, wenn er erst durch eine spätere Kündigung des Vertrags entsteht.

20.07.2026 · 5 Min. Lesezeit · Alle Steuerzahler