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Einkommensteuer

Reisekostenreform ändert Begriff der Betriebsstätte nicht

23.07.2026 · 1 Min. Lesezeit · Für: Unternehmer

Das Wichtigste in Kürze

Der Bundesfinanzhof hat klargestellt, dass sich an der steuerlichen Definition einer Betriebsstätte durch die Reform des Reisekostenrechts im Jahr 2014 nichts geändert hat. Für Unternehmer bleibt damit die bisherige Rechtsprechung maßgeblich – mit Auswirkungen insbesondere auf die Abzugsfähigkeit von Fahrtkosten.

Der Bundesfinanzhof hat aktuell Folgendes entschieden: Die bisherige Auslegung des Begriffs "Betriebsstätte" ist auch nach der Neuordnung des steuerlichen Reisekostenrechts ab dem Veranlagungszeitraum 2014 gültig.

Hintergrund und Sachverhalt

Im Streitfall ging es um die Frage, ob die für den Pkw erklärten Betriebsausgaben zu kürzen sind, weil es sich bei den Fahrten um Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte handelte. Dies war der Fall, weil der Bundesfinanzhof das Büro des Steuerpflichtigen als Betriebsstätte eingeordnet hat.

Eine Betriebsstätte setzt eine ortsfeste dauerhafte betriebliche Einrichtung voraus, die der Steuerpflichtige nicht nur gelegentlich, sondern mit einer gewissen Nachhaltigkeit, das heißt fortdauernd und immer wieder zur Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit aufsucht.

Durch die Neuordnung des steuerlichen Reisekostenrechts (gilt seit dem Veranlagungszeitraum 2014) wurden nur die Regelungen für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit verändert. Der Gesetzgeber wollte das steuerliche Reisekostenrecht lediglich hinsichtlich der Arbeitnehmer ändern und hat den Begriff der "regelmäßigen Arbeitsstätte" durch den neuen Begriff der "ersten Tätigkeitsstätte" ersetzt. Für die Auslegung "der Betriebsstätte" haben sich demgegenüber keine Änderungen ergeben.

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