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Klimaneutralität bis 2045: Studie zeigt, was der Umbau des Energiesystems kostet
07.10.2025 · 2 Min. Lesezeit · Für: Energieerzeuger
Das Wichtigste in Kürze
Wie teuer wird es, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen? Eine Analyse des vom Bundesforschungsministerium geförderten Ariadne-Projekts liefert Antworten. Tom Brown, Leiter des Fachgebiets Digitaler Wandel in Energiesystemen an der TU Berlin und einer der Autoren der Studie, hat die voraussichtlichen Mehrkosten für den Umbau berechnet.
Wie teuer wird es, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen? Eine Analyse des vom Bundesforschungsministerium geförderten Ariadne-Projekts liefert Antworten. Tom Brown, Leiter des Fachgebiets Digitaler Wandel in Energiesystemen an der TU Berlin und einer der Autoren der Studie, hat die voraussichtlichen Mehrkosten für den Umbau berechnet.
Je nach Szenario liegen die zusätzlichen jährlichen Kosten zwischen 16 und 26 Milliarden Euro. Im ungünstigsten Fall wären das rund 300 Euro pro Einwohner oder etwa 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Einsparungen durch vermiedene Klimaschäden wurden bewusst nicht berücksichtigt, um die reinen Investitions- und Betriebskosten darzustellen.
Investitionen und Einsparungen
Bis 2045 könnten die Investitionen auf bis zu 130 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Gleichzeitig sinken die Ausgaben für fossile Energieträger, weil weniger Gas und Öl importiert werden muss.
Vor allem private Haushalte und Unternehmen dürften profitieren: Heizen und Tanken könnten günstiger werden. Andere Bereiche – etwa der Luftverkehr oder bestimmte chemische Produkte – würden dagegen teurer, unter anderem wegen steigender CO₂-Abgaben.
Für den Staatshaushalt fällt die Bilanz gemischt aus. Der Ausbau von Netzen und Infrastruktur verursacht rund 40 Milliarden Euro jährlich, während höhere Einnahmen aus Strom- und CO₂-Steuern einen Teil der Belastung auffangen könnten.
Stellschrauben für geringere Kosten
Mehrere Faktoren können helfen, die Energiewende bezahlbarer zu machen. Besonders wichtig ist der Aufbau eines Wasserstoffnetzes, das einen Teil des Energietransports übernehmen und den Bedarf an Stromnetzen verringern kann.
Auch regionale Strompreise könnten Investitionen gezielt lenken. Die Studie rechnet hier mit geringen Differenzen – etwa ein Cent pro Kilowattstunde.
Schließlich spielt auch die Art des Leitungsbaus eine Rolle: Werden Stromleitungen als Freileitungen errichtet statt unterirdisch verlegt, sinken die jährlichen Investitionskosten um etwa 5 Milliarden Euro.
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